Windmessmast Bad Waldsee

Die Stadtwerke Bad Waldsee planen in einer Kooperation mit dem Allgäuer Überlandwerk, EnBW und Thüga auf dem Höhenrücken zwischen Bad Waldsee und Haisterkirch bis zu vier Windenergieanlagen.


In diesem Rahmen wird insbesondere geprüft, ob Windenergieanlagen vereinbar mit Arten- und Landschaftsschutz sind. Gegenstand weiterer Untersuchungen sind Schallimmissionen und der Schattenwurf. Erst nach Überprüfung dieser Aspekte kann festgestellt werden, ob Windenergieanlagen in diesem Bereich genehmigungsfähig sind.

Da die Windgeschwindigkeit die wesentliche Einflussgröße für einen wirtschaftlichen Betrieb von Windenergieanlagen ist, wird durch eine einjährige Windmessung mit diesem Windmessmast eine belastbare Datengrundlage erhoben. Durch Computersimulationen wird aus diesen Daten dann der voraussichtliche Energieertrag an den potentiellen Anlagenstandorten berechnet.
 Der Standort für diesen Messmast wurde auf Grund der vorhanden Lichtung und der guten Erschließbarkeit durch die vorhandenen Waldwege gewählt. Die potentiellen Flächen für die Anlagenstandorte befinden sich nördlich und südlich der Landstraße zwischen Bad Waldsee und Haisterkirch.

Der 126,5 m hohe Windmessmast wurde Mitte März 2016 errichtet. Eine Vielzahl von Messsensoren erfassten auf unterschiedlichen Höhen Windgeschwindigkeit und -richtung, sowie Temperatur, Luftdruck und Luftfeuchte. Die Stromversorgung wurde durch einen temporären Netzanschluss und als Redundanz durch Solarzellen mit Batterien sichergestellt.
Nach Beendigung der Windmessung wurde der Messmast wieder vollständig zurückgebaut, entsprechend besteht kein dauerhafter Eingriff in die Natur.